Kabel Deutschland erntet vom FRK scharfe Kritik
Seit einiger Zeit schon “beherrscht” das Geschick um Kabel Deutschland die Medien. Verkauf oder Börsengang; dass war die bange Frage. Als dann fast alles auf einen Verkauf hingedeutet hat, wurde jetzt kürzlich bekannt, dass anscheinend doch der Börsengang den Vorzug bekommt. Zu all dem Ganzen hin und her hat sich nun aber auch der Fachverband Rundfunkempfangs- und Kabelanlagen (kurz FRK genannt), geäußert. Dieser übt scharfe Kritik an dem Unternehmen und wirft Kabel Deutschland vor, dass es die Kunden verunsichere.
Doch das war noch nicht alles. Denn darüber hinaus würde der Kabelnetzbetreiber Marktchancen verpassen. Das sind starke Worte, die sich Kabel Deutschland von dieser Seite anhören muss. Der geschäftsführende stellvertretende Vorsitzende des FRK, Heinz-Peter Labonte, ist zudem der Meinung, dass der Anbieter somit in die Gefahr gerät, auch Kunden zu verlieren. Außerdem würde es sich so verhalten, dass Kabel Deutschland mit einem neuen Besitzer die Möglichkeit zur Kooperation mit unabhängigen, mittelständischen Kabelnetzbetreibern hätte. Ein Börsengang würde dies jedoch zunichtemache. Denn dann müssten die genannten Unternehmen die Zusammenarbeit mit den Konzernen im Bereich der Telekommunikation suchen. Lt. Labonte soll Kabel Deutschland seit dem Jahre 2003 ungefähr 3,5 Millionen Kundenhaushalte dadurch verloren haben, da das Unternehmen keine Zusammenarbeit mit den mittelständischen Anbietern im Bereich des Kabels angestrebt hat. Sollten solche Kooperationen aber doch noch zustande kommen, könnte der Anbieter anscheinend zehn Millionen Haushalte für sich dazu gewinnen. Labonte vertritt zudem die Meinung, dass Kabel Deutschland somit einen zusätzlichen Gewinn von Minimum 180 Millionen Euro erwirtschaften könnte; und das pro Jahr. Mit dem „Wechselbad“ Börsengang oder Verkauf hat sich Kabel Deutschland somit wohl auch etwas unbeliebt gemacht. Immerhin hat die Argumentation Labontes etwas für sich, und ein Börsengang kann eben auch Risiken in sich bergen. Allerdings wird es wohl erst in der Zukunft ersichtlich sein, wie es denn nun wirklich mit Kabel Deutschland weiter geht, und welche Entscheidung die richtig ist, oder gewesen wäre.
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