Netzbetreiber schaffen eigene App Plattform
Smartphones wie das iPhone sind nicht nur deshalb so interessant, weil sie ein großes Touch Screen Display verfügen oder aber auch von Haus aus viele praktische Funktionen aufweisen. Diese Mobilfunkgeräte sind bei den Nutzern vor allem deshalb so hoch begehrt, weil sie individuelle Gestaltungsmöglichkeiten zulassen und erweiterbar sind. Denn durch die sogenannten Apps, also zusätzliche Applikationen und Funktionen in Form von Zusatzprogrammen können einfach nachträglich aus dem mobilen Internet herunter geladen und auf dem Mobilfunkgerät installiert werden. Hierzu gibt es den bekannten iTunes Store von Apple, aber auch noch den Android Market, wo sich die Nutzer die nützlichen und auch unterhaltsamen Apps holen können. Teilweise sind diese Apps kostenlos, teilweise aber auch kostenpflichtig. Die Kunden sind aber oftmals gerne bereit, Geld für gute Apps auszugeben. Genau dieser Ansatz hat nun die Netzbetreiber auf den Plan gerufen, die bei dieser Einnahmequelle bisher noch umgangen worden sind.
15 große und teilweise auch international tätige Netzbetreiber wie Vodafone, AT&T oder auch T-Mobile haben sich im Rahmen des Mobile World Congress in Barcelona zur Wholesale Applications Community zusammen geschlossen, um den bisherigen Anbietern von Apps den Kampf anzusagen und ebenfalls am Kuchen mitzunaschen. Und dieser Kuchen ist groß und verlockend. Denn alleine im iTunes Store von Apple wurden bereits über drei Milliarden Downloads für iPhone Apps getätigt. In diesem Bereich erwarten sich die Netzbetreiber daher nicht ohne Grund zusätzliche Einnahmemöglichkeiten. Die Wholesale Applications Community ist jedoch kein zaghafter Versuch, hier Marktanteile zu gewinnen. Die 15 Netzbetreiber verzeichnen derzeit insgesamt rund drei Milliarden Kunden weltweit. Auch von Herstellerseite gab es bereits Bekundungen, das Projekt unterstützen zu wollen. Denn auch Hersteller wie Samsung, LG oder Sony Ericsson profitieren bisher noch nicht am Verkauf von Apps und erwarten sich dadurch zusätzliche Gewinne. Wie auch bei Apples iTunes Store soll auch die globale Plattform des Joint Ventures den Usern die Möglichkeit bieten, eigene Apps zu entwickeln und online anzubieten.
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Am 3. März 2010 um 16:29 Uhr
“Und dieser Kuchen ist groß!