Salem wird komplett ans DSL-Netz angeschlossen - Informationen & Meinungen



Salem wird komplett ans DSL-Netz angeschlossen

Für zahlreiche Gemeinden hat der Anschluss an ein leistungsfähiges DSL-Netz hohe Priorität. Denn immerhin stellt dieser heute bereits einen sehr wichtigen Standortfaktor dar. Nicht nur für Unternehmen ist ein Anschluss an ein DSL-Netzwerk wichtig, sondern auch für den Zuzug von Privatpersonen, die das schnelle Internet privat nutzen möchten. Zahlreiche Gemeinden in Deutschland, die bisher noch mehr oder weniger unterversorgt geblieben sind, sind daher bestrebt, ihre Gemeinde mit Breitbandinternet zu versorgen. So auch die Gemeinde Salem in Baden-Württemberg, wo nun die letzten Ortsteile an das DSL-Netz angeschlossen werden können. Durch die Versorgung der Gemeindegebiete Oberstenweiler, Mittelstenweiler, Buggensegel und Grasbeuren hätte die gesamte Gemeinde Zugang zu schnellem Breitbandinternet.

Die Gemeindevertretung rechnet damit, dass die vier Teilorte noch bis zum Sommer an das Glasfasernetz angeschlossen werden können. Die Gemeindeverwaltung hat eine Ausschreibung veröffentlicht, zu der sich bisher fünf verschiedene Netzbetreiber gemeldet haben, um daran teilzunehmen. Denn bisher wurde noch kein Betreiber gefunden, der die Versorgung der Gemeindeteile übernehmen kann. Sobald ein Betreiber gefunden wurde, mit dem man zusammen arbeiten kann und auch entsprechende Konditionen verhandeln konnte, sollen die Arbeiten zum Glasfaser-Ausbau möglichst schon mit Mitte April begonnen werden. In den Monaten Mai und Juni sollen dann die Kabel verlegt werden können. Die Gemeinde rechnet mit einem Budgetaufwand von etwa 440.000 Euro. Hierfür wurde auch ein Zuschuss vom Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum beantragt. 303.000 Euro konnten bereits vom Regierungspräsidium Tübingen eingeholt werden.

Die aktuelle Ausschreibung betrifft lediglich die Durchführung des Netzaufbaus. Für den eigentlichen Betrieb des Glasfasernetzes hingegen muss noch ein entsprechender Betreiber gefunden werden. Hierzu hat die Gemeinde bereits Kontakt zu fünf verschiedenen Netzbetreibern aufgenommen. Dabei wird auf regional tätige Betreiber gesetzt. Der jeweilige Betreiber, der den Zuschlag dafür bekommt, muss den Betrieb des Glasfasernetzes in Zukunft ohne Zuschüsse seitens der Gemeinde gewährleisten können. Beim Bau der Infrastruktur achtet die Gemeinde auch darauf, ein Unternehmen zu finden, das eine zukunftsfähige Technologie liefern kann.

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