Skype möchte weitere Netzbetreiber überzeugen
Gerade im Rahmen der weltgrößten Mobilfunkmesse, die gerade in Barcelona stattfindet, ist mobile Telefonie über das Handy nach wie vor ein großes Thema. Während Anbieter wie Skype zu einer Öffnung des Mobilfunkmarktes für diese Technologie drängen, um den Kunden somit günstiges Telefonieren ohne Minutentarif, aber dafür mit günstigen Datentarifen anzubieten, wehren sich die meisten Mobilfunkanbieter naturgemäß gegen dies Ambitionen. Denn die Handynetzbetreiber befürchten dadurch einen erheblichen Gewinnentgang und verbieten es ihren Kunden daher meist sogar, Dienste wie Skype über das Handy zu nutzen. In Deutschland haben die Anbieter Vodafone, T-Mobile und E-Plus ein solches Verbot über ihre Telefonverträge verhängt. Bei einigen Anbietern ist die Nutzung von Skype oder ähnlichen Diensten zwar möglich, aber nur gegen eine zusätzliche Gebühr.
Der Internettelefonie-Anbieter Skype will jedoch seinen Dienst auch in Zukunft weiter verbreiten und die Mobilfunkanbieter davon überzeugen. Dabei geht das Unternehmen den Weg über die Gerätehersteller. So wird Skype auf immer mehr Mobilfunkgeräten bereits vorinstalliert. Auch internetfähige Fernseher spielen dabei eine immer größere Rolle. Denn fast ein Drittel der mit Skype geführten Gespräche wird bereits als Videotelefonat abgewickelt. Vor allem bei Auslandsgesprächen ist Skype aufgrund der geringen Kosten sehr beliebt.
Wichtigster Kooperationspartner für das Unternehmen ist derzeit eindeutig der US-amerikanische Telekommunikationsanbieter Verizon. Denn demnächst soll Skype auf einigen Smartphones von Verizon bereits vorinstalliert werden. Ein riesiger Markt, der sich da für Skype auftut, hat Verizon in den USA doch rund 90 Millionen Kunden. Man wird sehen, ob sich auch T-Mobile, E-Plus und Vodafone in Deutschland von dieser Entwicklung anstecken lassen und bald auch ihren Kunden die Möglichkeit bieten werden, günstig über das Internet auf dem Handy zu telefonieren. Bisher lautet die Aussage des Branchenriesen T-Mobile zu diesem Thema, dass mit der Freigabe von Skype große Kosten für die Aufrüstung des Netzes auf T-Mobile zukommen würden, was Kritiker jedoch als Ausrede bezeichnen.
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