Verdachtsmomente gegen Telekom-Manager
Die Datenaffäre bei der Deutschen Telekom hinterlässt noch immer ihre Spuren. Denn jetzt wurde bekannt, dass aller Wahrscheinlichkeit nach leitende Telekom-Manager Callcentern sowie weiteren Vertriebspartnern, den Zugriff auf diverse Kundendaten gewährten; was nicht erlaubt gewesen ist. Somit hatten die betreffenden Personen das Provisionssystem des Unternehmens ausgenutzt, indem sie eigene Callcenter sowie Handyshops gegründet hatten. Diese liefen allerdings auf die Namen von Verwandten; damit das Ganze verdeckt geschehen konnte. All diese Vorwürfe berufen sich auf Unterlagen von der Bonner Staatsanwaltschaft. Sowie ebenfalls aus Unterlagen des Telekommunikationsanbieters; welche streng vertraulich sind.
Trotzdem liegen sie wohl der „WortschaftsWoche“ vor (lt. eigener Aussage). Doch das ist noch nicht alles. Denn bei dem abschließenden Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC (PricewaterhouseCoopers), welcher intern ist, wird aufgeführt, dass bei einem Datenskandal der Handyshopkette „dug“ außerdem noch zwei weitere führende Manager von T-Mobile gewusst hatten, dass die Vertriebspartner Zugang zu den Kundendaten hatten; auf illegale Art und Weise. Es wird gemunkelt, dass Sascha Hancke (damals war er für den Handel der Bereichsleiter bei T-Mobile), gewusst haben könnte, dass hier illegale Dinge am Laufen gewesen sind. Hancke seinerseits wies aufkommende Vorwürfe ab, und meinte: „Die Revision konnte bei mir kein Fehlverhalten feststellen.“
Aufgrund seines Eingreifens in dieser Sache sei sogar ein Mitarbeiter abgemahnt worden. Zwischenzeitlich gab die Deutsche Telekom zu, dass einige Mitarbeiter von T-Mobile von dem falschen Verhalten der Vertriebspartner gewusst hätten. Anscheinend musste darauf hin ein Angestellter den Anbieter verlassen; der andere bekam eine Abmahnung. Des weiteren sollen Manager das Vertriebssystem ausgenutzt haben. Mit dem Ziel, von den Provisionszahlungen für neue Kunden, sowie Vertragsverlängerungen selbst zu profitieren. Um einem solchen neuerlich Skandal vorzubeugen, möchte Manfred Balz (Vorstand und Chefaufklärer) innerhalb des Managements das sog. „Rotationsprinzip“ einführen; dies ist ein Teil seines 34-Punkte-Plans. Hierbei müssten dann sämtliche Key-Account-Manager, welche im Vertrieb tätig sind, nach einigen Jahren ihre Position wechseln.
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